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Thailand ForumStudienmöglichkeiten Thailand
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20.07.2008, 10:42
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Globetrotter
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Studienmöglichkeiten Thailand
Hallo zusammen,
Ich überlege beruflich in die Entwicklungshilfe (Bildungsbereich) zu gehen und mich auf Südostasien zu spezialisieren. Mein besonderes Interesse gilt dabei Thailand, weswegen ich mir unter anderem das Thai-Studies-Programm der Thammasat-University angesehen habe. Dabei handelt es sich um einen einjährigen Zertifikatskurs, in dem man Kurse zu Sprache, Kultur, Politik, Sozialstruktur usw. des Landes belegen kann, also genau das, was mich interessiert und wichtig wäre.
Allerdings habe ich im Forum bereits gelesen, dass die Ansprüche wohl sehr niedrig sind und das Programm nicht weiterzuempfehlen.
Die Chulalongkorn-Universität bietet einen Masterstudiengang in International Development Studies an, der perfekt wäre - allerdings mit ca. 15000 Dollar Kosten für ein Jahr viel zu teuer (für mich).
Mein Studienfeld umfasst Politik, Soziologie und Anglistik und eine Lehramtsausbildung für Sozialkunde und Englisch. In Thailand würde ich gerne studieren, da ich bereits die Sprache lerne und mich "heimischer" fühle als in Kambodscha oder Vietnam, eine Weile für ein Projekt im Süden unterrichtet habe und auch meine Zulassungsarbeit über Englischdidaktik an thailändischen Schulen verfassen werde. Allerdings sollte der Kurs auf Englisch sein.
Vom Studium interessieren mich Master- und Zertifikatsstudiengänge die etwa ein Jahr umfassen und sich mit Development Studies im weiteren Sinne befassen, also etwas über Kultur, Politik, Ökonomie, Sozial- und Bildungsstruktur usw. der Länder Südostasiens/Thailands vermitteln.
Falls jemand Tipps oder Erfahrungen weiterzugeben hat, würde ich mich sehr freuen :)
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Geändert von ragamuffin (20.07.2008 um 11:26 Uhr).
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20.07.2008, 11:45
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Hallo Ragamuffin,
was für persönliche Ziele hast Du Dir denn mit diesem Masterstudiengang gesetzt? Was für einen added value bringt er Dir und vorallem wo? Jeder international anerkannte Masterstudiengang kostet Geld. 15000 US Dollar ist in meinen Augen ein Schnäppchen. Jedoch ob dieser Studiengang an Deiner genannten Uni was taugt, würde ich sehr genau abklären.
Bez. Masters empfehle ich Dir nur einen international anerkannten zu machen.
Im Oekonomie Bereich (meinem Bereich) gibt es diese Vereinigung; The Association of MBAs is the advocate for the MBA.. Aus Deinem Fachgebiet wird es sehr wahrscheinlich auch so was ähnliches geben. Sonst würde ich mal an Deiner Heimuni anklopfen und fragen.
Es gibt mittlerweile auch viele englische Unis (EU anerkannt), die sich in SOA niedergelassen haben. Denn Ausbildung in Asien ist ein richtiges Geschäft geworden. In SOA schicken die reichen Asiaten ihre Kinder nach England, Amerika oder Australien zum Studium, da generell der Ausbildungsstandard und das Prestige höher ist. Daher würde ich mir diese Thai Uni doppelt unter die Lupe nehmen.
Einen Tipp: Halte Dich an einen zu Hause anerkannten Masterslehrgang. Nur der wird Dir langfristig beruflich u. finanziell was bringen. Sehe die School Fee als Investition an, dann tut's auch nicht mehr so weh:-).
Noch was anderes bez. International Development. Hatte vor 3 Wochen auf Bali mit einer Australierin, die Head of World Vision in Australien ist, eine super interessante Diskussion bez. Entwicklungshilfe u. Spendengelder:
Das Resultat: Länder wie Thailand, Malaysia etc. gehören längst nicht mehr zu denen, auf welchen der Hauptfokus liegt. Da sprechen wir von:
- China
- Indonesien
- Bangladesch
- Nepal
- Nigeria
- etc.
...das nur mal noch so am Rande erwähnt.
Gruss Mari
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Geändert von marimari (20.07.2008 um 12:08 Uhr).
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20.07.2008, 12:00
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Globetrotter
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Mir geht es bei dem Studium um rein persönliche Motivation, weil ich etwas über Entwicklung(shilfe) und Südostasien lernen möchte, um Land und Leute besser zu verstehen und später mal in dem Bereich arbeiten zu können. Anfänglich hatte ich ja erst die Thai Studies angedacht, also keinen wirklichen Master, sondern Zertifikat, weil es mir um keinen prestigeträchtigen Abschluss geht. Ich habe nicht vor, "in die Wirtschaft" zu gehen und international "Karriere" zu machen. Mich zieht es in einen sozialen Beruf, speziell im Bildungsbereich - da wird man nie groß Geld verdienen :).
Ob so ein Abschluss oder Studiengang "etwas taugt", spielt sich für mich nur auf der privaten Ebene ab, also ob ich daraus einen Erkenntnisgewinn ziehen kann, mich gefordert fühle und der Meinung bin, etwas mitzunehmen.
Ich habe während meines Studiums in England viele Asiaten kennengelernt, die wegen des guten Namens und des Prestiges dort studiert haben. Um Inhalte ging es da weniger, aber genau das möchte ich NICHT.
Fakt ist: ich habe keine 15000 Dollar, die ich investieren kann - und ich halte diese Beträge auch für absolut überzogen. Vom akademischen Standard her ist die LMU München beispielsweise dem was ich in England mitbekommen habe weit voraus - lediglich die Rahmenbedingungen wie Learning Grid, Öffnungszeiten usw. waren an meiner Uni in England besser. Das Niveau hingegen empfand ich als nicht sehr hoch - und das obwohl ich an einer der besten Unis Großbritanniens studiert habe.
Dementsprechend lege ich mehr Wert auf tatsächliche Inhalte, als auf angebliches Prestige und Rankings.
Es muss auch kein Masterstudiengang sein. Die Thai Studies haben mir eigentlich recht gut gefallen, bis der negative Kommentar hier fiel. Ich kann mir auch gut vorstellen, falls sich gar nichts im universitären Bereich finden sollte, eventuell "nur" ein Praktikum bei einer NGO anzuschließen und gleich praktische Erfahrungen zu machen, sollte sich dies als bessere Option herausstellen.
nebenbei: Thammasat und Chulalongkorn sind offiziell die besten Unis Thailands - nur was heisst das schon? ;)
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20.07.2008, 12:52
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Super-Moderator
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Zitat:
Zitat von ragamuffin
Mir geht es bei dem Studium um rein persönliche Motivation, weil ich etwas über Entwicklung(shilfe) und Südostasien lernen möchte, um Land und Leute besser zu verstehen und später mal in dem Bereich arbeiten zu können. Anfänglich hatte ich ja erst die Thai Studies angedacht, also keinen wirklichen Master, sondern Zertifikat, weil es mir um keinen prestigeträchtigen Abschluss geht. Ich habe nicht vor, "in die Wirtschaft" zu gehen und international "Karriere" zu machen. Mich zieht es in einen sozialen Beruf, speziell im Bildungsbereich - da wird man nie groß Geld verdienen :).
Ob so ein Abschluss oder Studiengang "etwas taugt", spielt sich für mich nur auf der privaten Ebene ab, also ob ich daraus einen Erkenntnisgewinn ziehen kann, mich gefordert fühle und der Meinung bin, etwas mitzunehmen.
Fakt ist: ich habe keine 15000 Dollar, die ich investieren kann - und ich halte diese Beträge auch für absolut überzogen. Vom akademischen Standard her ist die LMU München beispielsweise dem was ich in England mitbekommen habe weit voraus - lediglich die Rahmenbedingungen wie Learning Grid, Öffnungszeiten usw. waren an meiner Uni in England besser. Das Niveau hingegen empfand ich als nicht sehr hoch - und das obwohl ich an einer der besten Unis Großbritanniens studiert habe.
Dementsprechend lege ich mehr Wert auf tatsächliche Inhalte, als auf angebliches Prestige und Rankings.
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Raga,
verstehe meine Beiträge bitte nicht als Kritik, ich möchte Dir nur ein wenig die andere Seite aufzeigen. Jeder der studiert, sollte das eigentlich aus Eigenmotivation machen, denn laut Motivationstheorien, kommt das längerfristig sonst nicht gut, korrekt?
Da ich meine Dissertation an einer englischen Uni mit Niederlassung in Malaysia geschrieben habe, kann ich Dir "nur" meine persönlichen Erfahrungen weitergeben. Ob diese für Dich schlussendlich von Nutzen sind weiss ich nicht. Auch möchte ich Dir auf keinen Fall meine Meinung aufdrücken.
Generell geht der Trend auch bei Universitäten zur Globalisierung. Darum sprechen wir heute ja alle von GMAT (etc.), weil wir gerade im Bereich Bildung einen internationalen Vergleich anstreben. Unis werden immer häufiger School Fees verlangen, denn gute Dozenten, die zusätzlich im Bereich Forschung arbeiten u. Publikationen herausgeben, kosten die Fakultät enorm Geld. Jede gute Uni hat am Schluss ein Business Modell u. funktioniert wie eine Firma in der Privatwirtschaft, um längerfristig global erfolgreich zu sein und eine Gewinn-Marge zu erzielen. Denn auch da: Masse bestimmt den Gewinn. Vorallem im Master - Bereich wird der Trend auch dahin gehen, dass die Studenten x Jahre Berufserfahrung mitbringen müssen (und daher auch ein kleines Sparkonto haben), um überhaupt ans Assessment gelassen zu werden.
Du sagst, dass Du nicht in die Wirtschaft willst, was ich verstehen kann. Nur vergiss nicht, dass bei vielen Dingen, gerade die Privatwirtschaft den grössten Beitrag zur Entwicklungshilfe beisteuert. Jede Produktion die in unseren Breiten geschlossen wird und z.B. in Indonesien aufgebaut wird, schafft
a) Arbeitsplätze
b) setzt Standards (im Bereich Umweltschutz, Normen, Qualität, Governance)
c) fördert die lokale Bildung - und bringt Geld ins Land
Grüsse Mari
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Geändert von marimari (20.07.2008 um 15:23 Uhr).
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20.07.2008, 13:38
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Globetrotter
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Ich weiss deine Beiträge sehr zu schätzen und meine persönlichen Ideen sind auch nicht als Kritik an "der Wirtschaft" zu verstehen - ich habe einfach meine Gründe, warum ich in dem Bereich hauptberuflich nicht arbeiten möchte und mein Berufsziel im Bildungs- und sozialen Bereich sehe.
Was die universitäre Organisation angeht ist mir das alles bekannt - ich habe nur bei vielen, besonders internationalen, Studierenden mitbekommen, dass fachliches Interesse ganz hinten angestellt wurde. Es zählten Prestige und "womit man Geld verdienen kann". Dementsprechend unglücklich sind auch genug Asiaten mit dem, was ihre Eltern ihnen ausbildungstechnisch aufdrücken.
Wie auch immer, ich glaube die Diskussion ist eine ganz andere und würde viel zu weit führen :).
Ich habe meine Erfahrungen in der Privatwirtschaft gemacht und fühle mich im Bildungsbereich sehr gut aufgehoben. Vielleicht ergeben sich ja Möglichkeiten, Kompetenzen im Bereich der aktiven Entwicklungshilfe im Bereich Südostasien auszubauen. Wenn nicht über ein Studium, dann vielleicht in anderen Sektoren.
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20.07.2008, 14:37
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Zitat:
Zitat von ragamuffin
...., dass fachliches Interesse ganz hinten angestellt wurde. Es zählten Prestige und "womit man Geld verdienen kann". Dementsprechend unglücklich sind auch genug Asiaten mit dem, was ihre Eltern ihnen ausbildungstechnisch aufdrücken.
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..wenn diese Einstellung nur nicht ins Auge geht. Während meiner 3 Jahre, die ich in Malaysia gelebt habe, habe ich genügend andere kennengelernt: solche denen Geld verdienen und Prestige wichtig ist, aber auch das lieben, was sie machen und sich sehr gut verkaufen können. Zudem sprechen diese perfekt Englisch, Mandarin, Urdu, Hindu.
Wer kann das bei uns? Ein paar Schulmodelle lernen, kann jeder der ein Studium machen kann.
Sich selber verkaufen, Sprachen sprechen und sich einen persönlichen Kokurrenzvorteil zu verschaffen ist heute meiner Meinung nach das A und O.
Zitat:
Zitat von ragamuffin
....,
Ich habe meine Erfahrungen in der Privatwirtschaft gemacht und fühle mich im Bildungsbereich sehr gut aufgehoben. Vielleicht ergeben sich ja Möglichkeiten, Kompetenzen im Bereich der aktiven Entwicklungshilfe im Bereich Südostasien auszubauen. Wenn nicht über ein Studium, dann vielleicht in anderen Sektoren.
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ja, das verstehe ich.
Gruss Mari
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20.07.2008, 15:45
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Registriert seit: 20.01.2005
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gäähn warum behandelt ihr ein derart nervenzerfetzendes Thema nicht per PN
sorry mari - konnte nicht anders
TO
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20.07.2008, 15:54
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Globetrotter
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Vielleicht interessiert es ja sonst noch wen?
Ausserdem hat sich die freundliche Mari ja durch den Thread erst gemeldet - Gedanken lesen kann hier noch keiner :).
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20.07.2008, 16:06
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Zitat:
Zitat von Thailand-Online
gäähn warum behandelt ihr ein derart nervenzerfetzendes Thema nicht per PN
sorry mari - konnte nicht anders
TO
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 ; na ja, ...wir zwingen Dich ja nicht hier was zu schreiben, ausser Du hast auch noch einen guten Tipp  ?
..konstruktiver als "die Swiss Hotel (könnt man dieses Hotel nicht umtaufen-ggg??) Baustelle (im wörtlichen Sinne)" ist dieser hier alleweil. Wenigstens werden ein paar Hirnzellen aktiviert, was man vom anderen Beitrag nicht behaupten kann 
Grüsschen Mari
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Geändert von marimari (20.07.2008 um 16:17 Uhr).
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20.07.2008, 16:18
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Globetrotter
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Zitat:
Zitat von marimari
konstruktiver als "der Swiss Hotel (könnt man dieses Hotel nicht umtaufen-ggg??) Beitrag" ist dieser hier alleweil.
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Der Swiss Hotel Thread wurde ja anfangs ganz normal geführt. Doch dann kam Beitrag Nr.4.
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